letzte Änderung: 17.09.2009 Impressum |
Schulen im Samburuland
Diese Schulen im Samburuland unterstützen wir: Seit 2006 ist der Verein nicht mehr nur in der Küstenregion, sondern auch im Samburugebiet in Zentralkenia tätig. Dort werden Schulen in der direkten Umgebung der Kleinstadt Archers Post unterstützt. Archers Post ist eine kleine Handelsniederlassung, bestehend aus ein paar Holzhütten entlang einer staubigen Sandstraße, die von Isiolo nach Wamba führt. Das Gebiet besteht überwiegend aus Dornen- und Buschsavanne und eignet sich kaum zum Ackerbau. In der Nähe der Stadt leben die Familien in kleinen Hütten aus Zweigen, Lehm, Kuhdung, und Plastik . Es gibt weder Strom- noch Wasserleitungen und nicht immer ausreichend zu Essen. Um Wasser zu bekommen, gehen die Frauen und Kinder mit großen Kanistern zum nahe gelegenen Fluss. Dieser ist glücklicherweise ganzjährig mit Wasser gefüllt, jedoch auch Lebensraum vieler Krokodile. Immer wieder kommt es daher zu Unfällen. Traditionell sind die Samburu ein nomadisierendes Hirtenvolk, welches im Norden Kenias lebte. Sie sind eng verwandt mit den bekannten Massai, haben ihre eigene Sprache und einen eigenen Glauben . Seit der Kolonialzeit hat sich das Leben des Hirtenvolkes sehr verändert. Kenia investierte viel in den Tourismus und errichtete große Nationalparks. In vielen von ihnen ist es den Menschen verboten, weiterhin ihre Herden weiden zu lassen und umherzuziehen. Somit verringerten sich die Weidegebiete beträchtlich und auch die Samburus mussten ihre Herden verkleinern . Diese stellten bislang ihre einige Lebensgrundlage dar und machten sie im Vergleich zu den sesshaften Völkern Kenias zu reichen Leuten. Nur mit ihren Herden konnten die Samburus sich nun nicht mehr versorgen. Andere Verdienstmöglichkeiten gibt es jedoch für sie nicht viele. Der Tourismus kommt in dieser Gegend kaum noch an, die Weideflächen sind überansprucht und taugen aufgrund des geringen Niederschlages nicht für die Landwirtschaft. In Dürrezeiten sterben auch noch viele der verbliebenen Tiere und die Lebensmittel werden knapp und teuer. Die wenigen vorhandenen Arbeitsplätze werden zuerst denjenigen angeboten, die zumindest Lesen und Schreiben können. Eine gute Schulbildung ist deshalb die einzige Chance, eine Arbeit zu bekommen und das nötige Geld für die Versorgung der Familie zu verdienen. Deshalb hat der Verein beschlossen, die Samburu, und besonders die Menschen aus der Nähe von Archers Post, mit der Verbesserung der Infrastruktur an den Schulen zu unterstützen. Außerdem sind die Verbesserung der Wasserversorgung der Dörfer, sowie der Bau eines Kinderheims geplant. Mit dieser Unterstützung soll den Menschen geholfen werden, zukünftig ein, von fremder Hilfe unabhängiges Leben führen zu können.
Diese Schulen im Samburuland unterstützen wir: |
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